Valle die Anisclo

Ainsa - Valle di Velos

Montag, 18 Juni 2001,
91 km

Heute mal wieder wolkenloser Himmel! Als erstes besuchen wir die
Motorradwerkstatt an der N260, die wir gestern schon gesehen haben. Der
Mechaniker ist sehr freundlich und hat die Kette und noch ein paar
andere Kleinigkeiten schnell repariert. Jetzt kann es losgehen. Wir
haben uns für heute eine Tour zum Canyon von Anisclo ausgesucht.

Los gehts auf der A138 nach Norden bis Escalona. Hier biegt links die
Straße zum Canyon ab. Bis Puyarruego ist es noch normale
Straße, dann beginnt der Canyon und die Straße wird
einspurig. In der Hauptsaison ist das eine Einbahnstraße aus der
anderen Richtung und außerdem ist hier dann wohl ziemlich viel
los, aber zu dieser Jahreszeit darf man die Straße von beiden
Seiten befahren. Es kommt uns heute auch nur ganz selten ein Auto
entgegen und es findet sich immer eine Möglichkeit zum Ausweichen.

Die Straße windet sich am Grund der nur wenige Meter breiten
Schlucht neben dem Rio Vellos dahin. Es ist wirklich ausnehmend
hübsch hier. Die Straße führt langsam höher hinauf
und bald haben wir den Eingang zur Schlucht von Anisclo erreicht. Ab
hier kann man ausgedehnte Wanderungen unternehmen; wir haben die
Wanderschuhe heute aber zuhause gelassen.

Wir fahren noch ein Stück weiter in Richtung Westen. In Nerin,
einem Dorf hoch über dem Tal gibt es Mittagessen in einer
Gaststätte. Dann fahren wir noch ein Stück weiter bis Fanlo.
Hier gibt es ein paar hübsche alte Häuser. Die Strecke bis
hier rauf ist auch nett. Jetzt drehen wir aber um und fahren wieder
zurück bis zum Eingang der Anisclo-Schlucht.

Ab hier geht es nun nicht wieder durch die Schlucht, so wie wir
gekommen sind, sondern in einem Bogen über die Hochebene
zurück, am Dorf Buerba vorbei. Erstmal geht es nun steil bergan.
Nach ein paar Kurven sind wir schon ein ganzes Stück höher.
Hier gibt es einen Aussichtspunkt auf den gegenüberliegenden
Canyon. Von hier oben schaut alles noch beeindruckender aus.

Die Strecke von Buerba hinunter nach Puyarruego ist eine weitere
positive Überraschung: Die Straße windet sich zuerst hoch
oben am Rande eines weiteren Canyons dahin und windet sich dann in
tausend Kurven durch eine faszinierende Felsenwelt hinab zum Endpunkt.
Sollen wir da gleich nochmal rauffahren?

Nein, das lassen wir und fahren zurück nach Ainsa. Noch ein
bisschen einkaufen, den Pool ausgiebig testen und am Abend rüber
in die Altstadt auf dem Berg. Ein sehr schöner Tag!