Aufenthalt auf Murter

in
Gefahrene Strecke: 
0m

28. Mai

Wow, das war ein Gewitter! Wir haben wohl die halbe Nacht vor Lärm und Helligkeit der Blitze nicht geschlafen. Doch heute früh ist der Himmel wieder strahlend blau; nur der Wind weht wieder so heftig wie gestern. Das Zelt hat den Sturm hervorragend überstanden, das ist doch mal beruhigend. Die Sonne und der Lärm der Vögel sorgen wieder dafür, daß wir trotz der eh schon kurzen Nacht nicht all zulange schlafen. Macht aber nix bei so einem schönen Tag.

Herr Meyer schaut sich den Sonnenaufgang anHerr Meyer schaut sich den Sonnenaufgang an

Ob es das Mütterchen mit den Krapfen noch gibt? Leider nein, dafür kommt jetzt ein Bäcker mit dem Lieferwagen und bietet ein ganzes Sortiment an. Das Frühstück ist gesichert.

Später gehen wir hinüber zum Campingplatz auf der Ostseite. Die beiden gehören zusammen und dort ist die Anmeldung. Dort gibt es auch einen kleinen Laden und eine Gaststätte. Von der Straße oben hat man einen schönen Blick auf Betina und das Festland dahinter. Über dem Velebit Gebirge hängt eine Wolkenfront, hoffentlich bleibt die dort. Wir kaufen etwas ein und gehen wieder zurück. Jetzt aber endlich schwimmen! Ups, ist das Wasser kalt! Gestern früh in Paklenica war das doch viel wärmer? Ich finde die Erklärung im Reiseführer: Bora. Ein kalter, starker Wind aus dem Landesinneren in Richtung Meer. Die Wolkenwalze über den Bergen ist ebenfalls ein Hinweis darauf. Schade, hier in Kosirina hatte ich damals mit dem Schnorcheln angefangen. Das wird in den nächsten Tagen wohl nicht gehen, mir ist das Wasser jedenfalls viel zu kalt.

BetinaBetina

Am Nachmittag machen wir uns zu Fuß auf den Weg nach Betina: hinüber zum anderen Campingplatz und dort der alten Straße am Ufer folgend. Ist gar nicht so weit. In Betina scheint es aber keine Eisdiele zu geben, also weiter nach Murter: ja hier klappt es mit den Eis. Am Hafen sitzend finde ich auch ein offenes WLan und kann mal die Wettervorhersage ansehen. Schaut aus als ob wir doch mal zwei Tage Regen kriegen?

Wir sind eigentlich schon auf dem Heimweg als wir an einer Pizzeria vorbei kommen - Abendessen, kommt jetzt ganz gelegen. Gut gesättigt gehen wir schließlich den gleichen Weg zurück zum Campingplatz. Nun sind wir heute doch knapp 10 km gewandert! Damals sind wir solche Strecken nicht gelaufen ;)

29. Mai

Heute lungern wir den ganzen Tag auf dem Campingplatz rum. Beim Kaffee kochen morgens geht die Gaskartusche zur Neige und muß ausgewechselt werden. Beim Einschrauben der neuen verklemmt sich irgendwas und es geht nicht mehr vor und nicht zurück :( Ich frage die Nachbarin im Wohnmobil ob sie und die halb fertige Kaffeekanne zu Ende kocht - kein Problem. Etwas später kommt ihr Mann, dem sie von unserem Unglück erzählt hat, mit WD40 und Werkzeug. Schon mal ein guter Ansatz, doch das Festhalten und Drehen klappt noch nicht. So wird unter den weiteren Nachbarn nach einer Rohrzange gefahndet - und auch gefunden. Mit vereinten Kräften gelingt es tatsächlich die schief sitzende Kartusche heraus und dann gerade wieder hinein zudrehen. Hurra, wir sind gerettet; ohne Kaffee zum Aufwachen - das ginge so gar nicht :)

Ein paar Teile Wäsche waschen, faulenzen. Am späten Nachmittag - es sind ein paar Wolken aufgezogen- gehen wir mal in die andere Richtung, hinten aus dem Campingplatz raus. Hier gibt es ganz viele dieser Steinmauern an denen sich der Weg hinunter zum westlichen Ufer schlängelt. Hier ist noch eine kleine Badebucht. Und ansonsten nur das Meer und die Inselkette der Kornati und hier und da ein Segelboot. Wir gehen um die Landzunge herum die das Ende des Campingplatzes bildet und wieder nach Hause. Zum Sonnenuntergang wird der Himmel für wenige Minuten knallrot - ein gutes Zeichen für morgen?

Route
No Altitude