Slowakei

Vorwort / Zusammenfassung

Donnerstag, 30 Mai 2002,
0 km

Es ist endlich wieder soweit: Am Wochenende geht es los; in diesem Jahr
wieder ostwärts: wir haben uns die Slowakei als Ziel ausgesucht.

Panorama Hohe TatraPanorama Hohe Tatra

4 schöne Wochen später: wir sind wieder zurück

Regel Nummer eins für Motorradfahrer:
Reifendruckmeßgerät mitnehmen!! An den Tankstellen, an denen
wir morgens, mit kalten Reifen, vorbei kamen, waren fast nie Luftpumpen
mit Druckmeßgerät zu finden. Bestenfalls stand nur eine
"Kompressor" beschriftete Kiste mit Schlauch da. Eine der wichtigsten
Anschaffungen im Urlaub war also ein Luftdruckmeßgerät (ca.
5,- €).

Als überaus nützlich erwies sich auch der PSION 5mx Pro, den ich mir kurz vor dem Urlaub
noch zugelegt habe. Außer zum tippen dieser Zeilen hat er als
Routenplaner, Bibliothek, Rechenmaschine, Spielzeug hervorragende
Dienste geleistet. Die Bücher, die ich mir darauf geladen habe
hätten sonst einen halben Koffer beansprucht. Internet hat in der
Slowakei leider nicht funktioniert - sonst hätte ich die Berichte
täglich online stellen können :-)

Ich habe sogar endlich eine sinnvolle Verwndung für WAP gefunden:
die Wettermeldungen für mehrere slowakische Städte in
deutscher Sprache waren ganz nützlich. Bin nur mal gespannt, was
das gekostet hat ...

"Camping Gaz"-Kartuschen haben wir in einem Sportgeschäft
gefunden, weder in den großen Supermärkten noch auf
Campingplätzen. Sonst gibt es aber alles was man braucht und die
Supermärkte sind bis 19:00 oder länger, Sonntags mindestens
vormittags geöffnet.

Slowakisches Geld bekommt man mit Kredit- und EC-Karte in vielen Orten
am Automaten, die idealerweise auch an großen Supermärkten
zu finden sind. Selbst kleine Tankstellen nehmen Kreditkarte, oft auch
Maestro - also EC-Karten.
Eine Übernachtungsmöglichkeit findet man immer. Um die
Gebirge im Westen gibt es genügend Campingplätze, im Ostteil
des Landes sind sie aber dünner gesät. Gerade an den
Stauseen, wo man sie erwarten würde, sind nur ganz wenige
Plätze zu finden. Da wir in der Vorsaison unterwegs waren waren
einige Plätze auch noch zu oder mitten in den
Saison-Vorbereitungen: Baustellen etc. Dafür war nirgendwo viel
los außer am Slowakischen Paradies (Wanderer) und Wochenende in
Cerveny Klastor (Kanufahrer).

Bestand auf den Touren in den vergangenen Jahren wirklich weniger Grund
zum Mißtrauen oder waren wir einfach immer etwas leichtsinnig im
Umgang mit Motorrad, Zelt und Gepäck? Richtig sicher haben wir
haben wir uns nach einem nächtlichen Zwischenfall
in der Slowakei nicht mehr gefühlt. Einmal hat uns auch der
Nachbar gewarnt, die Helme beim Besuch der Dorfgaststätte besser
nicht am Motorrad hängen zu lassen. Finster dreinblickende und
gestikulierende Zigeunerkinder in den Randgebieten vieler Ortschaften
waren auch nicht gerade vertrauenerweckend.

Der Zustand der Straßen ist kaum vorhersehbar. Es gibt
Hauptstraßen, die einen ziemlich durchschütteln und
Nebenstraßen, die guten Belag haben. Meist sind letztere aber in
schlechtem Zustand. Verfahren haben wir uns kaum; die Ausschilderung
hat gut mit der Generalkarte 1:200.000 zusammengepaßt.